Ein Ausflug „Ohne Grenzen”

„… zu Liebe habe ich so erzogen…” (Benedek Elek)

 

 

Die Grundschüler der Herender und Großwaschoner Grundschulen nahmen zum ersten Mal im Rahmen des Programms „Ohne Grenzen” an einer siebenbürgischen Exkursion teil. Das Ziel der von EMMI ausgeschriebenen Bewerbung war der Besuch der ungarisch- sächsischen Gedenkstätte von Siebenbürgen, der von Ungarn bewohnten Gebiete und das Kennenlernen und die Kontaktaufnahme mit den dort lebenden Schülern.

Die Herender und die Großwaschoner Deutschen Nationalitätenschulen haben sich gemeinsam beworben und gewannen für die 43 Siebtklässler eine Unterstützung von 1.587.000 Ft von EMMI. Dieser Betrag wurde für die Fahrt- und Unterkunftskosten ausgegeben. Die Kosten für das Essen und die Eintrittskarten wurden duch den Eigenanteil der Schüler gedeckt. Die Schüler reisten in Begleitung ihrer Klassenleiterinnen und 2 Begleitlehrern.

Der Ausflug fand vom 31. Mai bis 4. Juni statt.

Bei der Organisation und Verwirklichung des Programms hat uns der Gedanke von Benedek Elek, dem großen ungarischen Märchenerzähler geleitet: „… zu Liebe habe ich so erzogen…”

Der Ausflug „Ohne Grenzen” hat unseren Kindern neue Welten in Raum und Zeit, aber auch im mitmenschlichen Bereich eröffnet. Auf der gemeinsamen Fahrt wurden neue Freundschaften geknüpft und die Kinder bekamen einen Einblick in die Gastfreudschaft, die naturnahe Lebensweise und die Ideen- und Gefühlswelt der siebenbürgischen Menschen. Im Raum, weil sie sich fast 900 km von ihren Heimatorten entfernten und neue Städte, Dörfer und wunderschöne Gegenden kennenlernen durften. In der Zeit, denn unter den Gedenkstätten schlendernd, haben sie die Geschichte von Siebenbürgen nachempfunden. Sie haben einen Kranz an dem am Halsgericht errichteten Denkmal der Arader Märtyrer niedergelegt; sie haben in Farkaslaka beim Andenken über Trianon rezitiert und sie haben Kokarden an die Gedenkstätten von Bethlen Gábor, Gábor Áron, Tamási Áron und Benedek Elek gesetzt. Außerdem haben sie die Prajmarer Burgkirche besichtigt und sind durch die Altstadt von Kronstadt und Hermannstadt geschlendert. Dadurch konnten sie die noch heute lebenden, auch den Alltag durchdringenden, alten ungarischen Bräuche und Sitten wahrnehmen.

Die Schüler kehrten begeistert von Siebenbürgen und mit  neu geknüpften Freundschaften Heim. Die erlebnisreiche, grenzenlose Reise wird ihnen für immer im Gedächtnis bleiben. Ihre Herzen haben sich noch mehr geöffnet.

 

 

Melinda Diénes und Maria Arnold, Klassenlehrerinnen