Unsere Schule
Nagyvázsony
ist eine Gemeinde mit 2000 Einwohnern und liegt in einer schönen
Umgebung
zwischen dem Bakonygebirge und dem Plattensee, nicht weit von dem
Komitatssitz
Veszprém. In der heutigen Gemeinde, die früher ein
Marktflecken war, gibt es viele
Denkmäler und Sehenswürdigkeiten, die auf die historische
Vergangenheit der
Ortschaft hinweisen, und zwar die Burg von Kinizsi Pál aus dem
15. Jahrhundert,
die Ruinen des von ihm gegründeten Paulinerklosters, die St.
Stephanskirche aus
dem 13. Jahrhundert, sowie das Schloss
der Familie Zichy, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Außerdem
erinnern ein
Postmuseum und ein Freilichtmuseum, beide in alten Bauernhäusern
errichtet, an
die Vergangenheit des Ortes. In der Burg werden jeden Sommer
Ritterfestspiele
veranstaltet, die Tausende von in- und ausländischen Touristen
anziehen.
Nagyvázsony fungiert seit Sommer 2007 als „Pforte”
im Tal der Küste, ist damit
Mitveranstalter des größten Kulturfestivals von Ungarn.
In unserem
Dorf gibt es eine Schulbildung bereits seit dem 18. Jahrhundert. Damals
gab es mehrere
konfessionelle Schulen, die am Anfang des 20. Jahrhunderts
aufgelöst wurden und
an ihre Stellen trat die im Jahre 1907 gegründete Staatliche
Grundschule, erst
mit 6, später mit 8 Jahrgängen.
Zurzeit läuft
der Unterricht in einem 1975 errichteten Gebäude, das 2010
erneuert und
modernisiert wurde. 171 Schüler besuchen unsere Schule, in den 8
Jahrgängen unterrichten
23 Pädagogen.
In unserem
Schulgebäude gibt es 12 Klassenzimmer, einige von denen
Fachräume: ein
Biologieraum, ein Informatikraum und ein Raum für Geschichte und.
Für die
Sportunterrichte steht uns eine große Turnhalle zur
Verfügung.
Der
Namengeber unserer Schule, Pál Kinizsi, war der berühmte
Türkenschläger im 15.
Jahrhundert. Für seine Verdienste hat ihm, König Matthias,
die Burg von
Nagyvázsony und die umgebenden Ländereien geschenkt.
Pál Kinizsi hat die Burg
befestigt und umgebaut, er ließ die auch heute stehende
Sankt-Stephan-Kirche
erneuern und siedelte in der Ortschaft den Paulinerorden an. Unsere
Schüler,
zuliebe der Traditionspflege, werden in der ersten Klasse zu Edelknaben
und in
der 5. Klasse zu Helden von Kinizsi geweiht.
Da in unserer
Ortschaft und in den umliegenden Dörfern: Barnig, Wereschtul und
Pula, im 18.
Jh. zahlreiche deutschsprachige Siedler (vor allem aus den
österreichischen und
süddeutschen Gebieten) angesiedelt wurden, die noch heute ihre
Traditionen
pflegen, hat unsere Schule in 1990 die Aufgabe über sich genommen,
der jungen
Generation die Sprache, die Kultur und die Tradition ihren Ahnen
mitzuteilen
und damit ihr Nationalitätsbewusstsein zu verstärken.
Das heißt,
die Schüler haben schon ab der ersten Klasse 5 Stunden pro Woche
deutschen
Sprachunterricht und eine Stunde deutschen
Nationalitäten-Volkskundeunterricht.
Die Schüler haben auch außer den
Unterrichtsstunden die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse zu
erweitern, sie
treten bei verschiedenen Schülerprogrammen mit deutsprachigen
Versen und Liedern
auf, nehmen erfolgreich an deutschen Sprach- und Kulturwettbewerben
teil. Jeden
Sommer haben sie die Gelegenheit an einem Sprachlager in
Deutschland-Falkenberg
teilzunehmen oder die falkenberger Jugendlichen bei uns zu Hause zu
empfangen.
Unseren Kindern wird außerdem jedes Jahr ein Lehrausflug nach
Österreich
organisiert, wobei sie sich mit der Kultur Österreichs bekannt
machen können
und Sprachaufgaben lösen müssen.